Covid-Bericht (September 2020)

Liebe Freunde, Covid-Spender und Paten

Die Wohnungsnot ist gross. Über die Hälfte aller 43 Familien, die von CEMVA betreut werden, haben keine eigne Bleibe. Sie wohnen zur Miete,
die oft mehrere Monate wegen Ausgangssperre und Arbeitslosigkeit nicht bezahlt werden konnte. Sie müssen die ärmliche Unterkunft verlassen und wissen nicht wohin. Auch wenn auf eigenem Grund und Boden ein Raum erstellt werden konnte, so gibt es Situationen, wo bis zu 12 Personen, in diesem oft viel zu kleinem Raum, wohnen und schlafen. Nicht selten schlafen mehrere Personen in einem Bett oder auf einer zusätzlichen Strohmatratze. Mit viel Glück kann ab und zu, zeitweise eine Baustelle gehütet werden.

Wir versuchen mit Doppelbetten zu helfen, die in der CEMVA-Schreinerei preisgünstig hergestellt werden, kaufen Strohmatratzen, machen Mietrückzahlungen oder helfen mit einer kleinen Zuzahlung nach grösseren Zimmern zu suchen. Oft fehlen Tisch und Stuhl ganz abgesehen von einem Kleiderschrank. Schon ein Hocker, eine kleine Bank oder auch ein Brett auf Ziegelsteinen können nützlich sein, um Hausaufgaben zu machen.

Covid-Spenden werden deshalb oft dazu verwendet die Wohnsituation zu verbessern. Einmal in der Woche in Zukunft auch zwei oder dreimal, je nach finanziellen Möglichkeiten, sollen die Familien in einer unserer Grossküchen nahrhaftes Essen in einen mitgebrachten Topf, bekommen. Wohnen und Essen sind neben dem Erhalt von Unterricht für die Kinder armer Familien Priorität, aber auch die Gesundheitsvorsorge.

Statt 300 Bolivianos können wir den Patenkindern diesmal für die Monate September, Oktober im Ganzen, dank der Covid-Spenden, 350 Bs auszahlen. Die Quarantänebestimmungen erschweren und verzögern unsere Arbeit, hoffentlich bald etwas weniger.

Habt im Namen der Familien und des CEMVA-Personals vielen Dank für alle Hilfe!

Mit herzlichen Grüssen
Karen Hochmann und Julio Cesar Appasa

Centro Educativo Multifuncional Villa Armonía