Sucre und Bolivien

Im Herzen Südamerikas gelegen, gehört Bolivien zu den ärmsten Ländern des Kontinents. Bolivien hat 9.7 Millionen Einwohner, wovon knapp zwei Drittel in den Städten wohnen und rund 35% zur Landbevölkerung zählen. Über die Hälfte der Bolivianer gibt an zu einer der indigenen Minderheiten (Aymara, Quechua, Guaraní, sowie diverse kleinere Amazonasstämme) zu gehören. 60% der Bolivianer sind jünger als 25 Jahre und nur 7% sind über 65 jährig.

Das Silber, das versklavte Indígenas am Cerro Rico in Potosí abbauten, finanzierte einst das gesamte spanische Kolonialreich. Heute gilt das Departamento Potosí als ärmste Region Boliviens. Immer noch arbeiten mehrere tausend Personen in den Stollen am Cerro Rico. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bergarbeiter haben sich seit den Zeiten der spanischen Herrschaft jedoch kaum verbessert. Neben Silber verfügt Bolivien auch über wichtige Zinkvorkommen, sowie die grössten Erdgasreserven Südamerikas. Bolivien ist kaum industrialisiert. Viele Menschen arbeiten im Bergbau und in der Landwirtschaft, oder leben vom Handel in den Städten.

Viele ehemalige Minenarbeiter oder Bauern sind in den letzten zwanzig Jahren auf der Suche nach einem besseren Leben in eine der grösseren Städte gezogen. Besonders aus dem Norden des Departements Potosí gelangten viele quechuasprachige Migranten nach Sucre, wo sie sich in den Aussenquartieren, fernab der berühmten weissen Kolonialbauten, niederliessen.

Die Einwohnerzahl Sucres hat sich in den letzten zwanzig Jahren auf 300’000 mehr als verdreifacht.

Centro Educativo Multifuncional Villa Armonía